19 people found this review helpful
2 people found this review funny
1
Recommended
0.0 hrs last two weeks / 87.6 hrs on record (64.9 hrs at review time)
Posted: 6 Feb, 2023 @ 4:11pm

Early Access Review
Das Spiel ist ähnlich schwer wie Dark Souls - wenn man nicht aufpasst, wird man immer wieder krepieren. Die Beschreibung 'brutal' trifft es gut. Feinde tauchen Nachts aus dem Nichts aus. Nachts unterwegs zu sein, ist somit gar keine gute Idee. Wäre alles nicht so schlimm, wenn der Tag-Nacht-Zyklus nicht so verdammt kurz wäre. Nach knapp 20 Min wird's duster. Also baut man sich Hütten und Häuser, Basen und Außenposten und das möglichst schnell. Kennt man eine Kreatur noch nicht, ist sie sehr wahrscheinlich tödlich (wenn man sich nicht gerade im Startgebiet aufhält). Hat sie dann noch ein paar Sterne, dann wird's noch schwieriger. Besonders tragisch wird es dann, wenn man mit dem Boot eine halbe Stunde gesegelt ist, um den zweiten Boss zu erreichen, nur um kurz vor der Küste von einem Moskito ge-onehittet zu werden. Man sollte gut planen, wachsam sein und öfter mal auf Nummer sicher gehen. Das Spiel gliedert sich in Biome, mit stark steigendem Schwierigkeitsgrad. Überspringen ist nicht. Wer nicht der Reihe nach aufrüstet, geht drauf. Multi-Player ist etwas entspannter, wenn man mit Freunden spielt und Feinde dann zusammen bekämpfen kann. Als Einzelspieler ist es deutlich härter. Einige Feinde campen einen, bis man wieder kommt, andere verschwinden nach einer Weile zurück zu ihrer Zone. Wird man erstmal verfolgt, bleiben die meisten Feinde sehr lange auf den Fersen. Laufen selbst in andere Biome hinterher. Manchmal wird die Basis die man sich baut, auch von Feinden geraidet. Je nach Biom kann man das aber relativ gut abwehren oder aussitzen, wenn alles stabil genug ist. Von einem Troll sich in der Basis zu verstecken ist allerdings gar keine gute Idee. Der macht kurzerhand Kleinholz daraus. Feinde, die zu Fuß unterwegs sind, können nicht springen, das kann man ausnutzen und sollte es auch. Fähigkeiten steigern sich bei Benutzung, ähnlich wie in Skyrim. Crafting ist da und man kann bestimmte Sachen aufwerten, Zeug anpflanzen, etc. pp. Wenn man nicht gerade mit Bauen und Farmen beschäftigt ist, kann man auf Erkundung gehen oder kleine Grabstätten und Krypten betreten.
An sich hat das Spiel hohes Sucht-Potential und wer nicht von allein weiter kommt, könnte sich online die Infos holen. Ganz selbsterklärend ist es allerdings nicht. Der hohe Schwierigkeitsgrad ist manchmal schon frustrierend und den schnellen Tag-Naht-Zyklus empfinde ich als negativ. Ansonsten finde ich das Spiel ganz gut. Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Physik-Effekte beim Fällen der Bäume, die Statik von Konstruktionen, die Wetter- und Wasser-Effekte. Angeblich soll es auch irgendwo NPC's zum Handeln geben. Nach 60 Stunden Spielzeit konnte ich allerdings keinen einzigen finden. Die Welt ist aber auch relativ groß und man kommt auch nicht wirklich weit voran, wegen der kurzen Tagesabschnitte. Was ich auch albern finde, das man Erze und Barren nicht durch Portale mitnehmen kann. So muss man das Gedöns, jedes mal zur Basis selbst schleppen oder hinkarren. Man kämpft bereits genug im Spiel - die Entscheidung war also unnötig.
Alles in allem kann ich das Spiel trotzdem empfehlen, für die, die genug Nerven dafür aufbringen können und dem ganzen eine Chance geben wollen. Wenn nicht wegen dem Spielprinzip, dann allein schon wegen dem Wellengang. :)
Was this review helpful? Yes No Funny Award