Plüschtier
Dale
Oberhausen, Nordrhein-Westfalen, Germany
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The full version of my first map! Enjoy :)
310 ratings
Created by - Plüschtier
Review Showcase
5.1 Hours played
Gefühle werden nicht erklärt, sie werden gespürt. Mixtape möchte genau das. Eine Erfahrung bieten. Gefühle auslösen. Besonders über Musik wird genau das versucht. Deshalb ist Musik das zentrale Thema des Spiels und dessen Geschichte. Und obwohl Musik bereits ein breites Spektrum an Gefühlen fühlbar werden lässt, setzt Mixtape mit dem Style noch einen einen drauf. Optisch konzentriert sich das Spiel auf Farben und einen etwas minimalistisch gezeichnetes, dadurch aber sehr fokussiertes Aussehen; eben die perfekten Überträger für Emotionen. Eine tolle Mischung, die mich eben genau das fühlen lässt, was das Spiel mich fühlen lassen möchte.

Ich habe Kritik zum Gameplay gelesen. Tatsächlich gibt es hier keinen "Gameplay-Loop" oder Mechaniken. Das Gameplay ist auf dezente Eingaben reduziert. Aber wenn man versteht, was Mixtape überhaupt erreichen möchte, ist das sinnig. Das Gameplay ist nur ein weiteres Werkzeug um Gefühle zu erzeugen. Relativ früh im Spiel gibt es einen Moment, in dem es um einen unangenehmen ersten Kuss geht. Und das Gameplay spiegelt genau das wieder. Man steuert die beiden Zungen und das ist irgendwie unangenehm und komisch, aber auch lustig und damit im entferntesten Sinne "schön". Und wenn das den ersten Kuss nicht perfekt beschreibt, dann weiß ich auch nicht. Das Spiel ist voll von solchen Momenten. Wenn die Protagonisten sich gerade besonders frei fühlen, dann darf man auch frei und mit geringer Schwerkraft über eine Blumenwiese hüpfen.

Und irgendwie trifft das Spiel dann schon hart, denn hier geht es um Dinge, die wir fast alle so oder so ähnlich als Teenager erlebt haben. Eigentlich kleine Probleme, die größer als wie Welt wirken. Nicht zu wissen, wie es nach der Schulzeit überhaupt weitergeht. Erwachsen werden.
Und während eines meines absoluten Lieblingsspiele, Life is Strange, sich auch dieser Themen annimmt, wirkt Mixtape authentischer. Man wird emotional nicht komplett ausgelaugt. Mixtape ist so echt, so nahbar. Es möchte Gefühle nicht aufblasen, sondern sie einfach erfahrbar machen. Das rechne ich dem Spiel hoch an.

Mixtape hat einen tollen Soundtrack, sieht oft beeindruckend aus und ist eine Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Eben eines der besten Spiele, die ich jemals gespielt habe.
Review Showcase
19.2 Hours played
"Life is Strange" erzählt eine der besten Geschichten der Videospielgeschichte. Selten haben mir Figuren so viel bedeutet wie hier.

In "Life is Strange" spielen wir als Max, die nach fünf Jahren in Seattle in ihren Heimatort Arcadia Bay zurückkehrt um dort eine angesehenen Schule zu besuchen, die ihr künstlerisches Talent als Fotografin fördert. Ihre Rückkehr zwingt sie jedoch auch, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, denn während den fünf Jahren hat sie sich nicht einmal bei ihrer ehemaligen besten Freundin Chloe gemeldet. Gleichzeitig entdeckt Max jedoch auch, dass sie die Zeit zurückspulen kann, jedoch immer nur für kurze Zeit. Diese Fähigkeit ist auch dringend nötig, denn seltsame Ereignisse drohen Max, ihre Freundinnen und Freunde und Arcadia Bay selber in Gefahr zu bringen.

Warum ist das nun so eine tolle Geschichte? Ich musste fast jede Entscheidung im Spiel in Frage stellen, weil es selten richtige oder falsche Entscheidung gibt. Man hat in diesem Spiel die Möglichkeit so gut wie jede Entscheidung rückgängig zu machen und andere Wege auszuprobieren, fühlt sich gleichzeitig jedoch so machtlos, da man kein glückliches Ende für jeden erzwingen kann. Ich musste schnell feststellen, dass die wichtigen Entscheidungen in allen möglichen Verläufen stets einen bitteren Beigeschmack haben.
Der Knackpunkt ist jedoch: die Charaktere wachsen einem ans Herz. Sie sind toll geschrieben, haben in der Regel viele Facetten und eigene kleine Nebengeschichten, auf die man Einfluss nehmen kann. Ich will mich nicht zwischen ihnen entscheiden und wissentlich jemandem Schaden zufügen müssen. Für mich war es oftmals sogar noch schwieriger die richtige Entscheidung zu treffen, eben weil ich durch die Zeitmanipulation alle möglichen Ausgänge kannte.
Das Finale hat dieses Problem für mich perfekt auf den Punkt gebracht. Man hat dort zwei Entscheidungen und beide sind herzzerreißend. Für viele schien diese finale Entscheidung das ganze Spiel ad absurdum zu führen, doch sie fängt das Hauptproblem, den Symbolismus (der übrigens EXTREM interessant ist! Hier eine tolle Analyse: https://www.reddit.com/r/lifeisstrange/comments/8380e1/s1_e5_max_and_the_thunderbird/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1&utm_content=share_button ) und den ganzen Konflikt des Spiels perfekt ein.

Zusammen mit dem tollen Artstyle und der fantastischen Einbindung von Musik ("Obstacles", "Spanish Sahara" und "Santa Monica Dream"!!!!!!!!!) ist das hier ein Spiel, das ich vermutlich niemals vergessen werde. Eine ganz klare Empfehlung an jeden da draußen, der Wert auf eine tolle Geschichte legt.
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7 Feb, 2019 @ 9:42am 
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