Progressive Proletarian
Palestinian Territory, Occupied
Historiker der Antike (PhD). Kommunist (marxistisch-leninistisch). Gegen Kapitalismus, Imperialismus, Militarismus, Faschismus und Kolonialismus.
Historiker der Antike (PhD). Kommunist (marxistisch-leninistisch). Gegen Kapitalismus, Imperialismus, Militarismus, Faschismus und Kolonialismus.
"Fragen eines lesenden Arbeiters" (Bertolt Brecht, 1935)
Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschlappt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon -
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend,
an dem die chinesische Mauer fertig war,
Die Maurer?
Das große Rom ist voll von Triumphbögen.
Wer errichtete sie?
Über wen triumphierten die Cäsaren?
Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner?
Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg.
Wer siegte außer ihm?

Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?

Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?

So viele Berichte.
So viele Fragen.
Artwork Showcase
Ilyushin IL-2, davon ich im Luftfahrtmuseum in Prag eine Aufnahme machte.
Favorite Game
Review Showcase
1.2 Hours played
(For English, see below).

Ein kurzes aber hervorragendes Videospiel, das offensichtlich mit Liebe und revolutionärem Eifer entwickelt wurde. Aber ich muss ein Paar Wörter in Bezug auf dessen Empfang von den reaktionären Kreisen sagen, den man auf den Diskussionsforen lesen kann.

Die Abneigung der reaktionären Bourgeoisie gegen Tonight We Riot und ihre Vorliebe für die sogenannten "unpolitischen" Spiele sind nicht erstaunlich. Aber erstens muss man nicht vergessen, dass wenn die Bourgeoisie von den unpolitischen Spielen/Filmen usw. spricht, hat sie jene Spiele vor, in denen der Status quo nicht infrage gestellt wird. Für sie gelten Spiele "unpolitisch", solange in derartigen Spielen nur die grobe und billige Kultur des Neoliberalismus herrschend ist. Für die Bourgeoisie ist es ohne Bedeutung, auch wenn solche Spiele selbst höchst politisch ist. So heuchlerisch ist unser Neoliberale.

Jedenfalls, die Bourgeoisie hofft in Videospiele auch das 'Opium' zu finden, durch das sie das Proletariat - und besonders dessen jugendlichen und klassenunbewußten Mitglieder - einschläfern möchte, das anderenfalls 'begehrlicher' und unlenksamer wird. Die den Status quo und die kapitalistische Gesellschaft nicht infrage stellenden Videospiele sind für herrschende Klasse gerade deswegen in Mode gekommen, weil sie ihr eine geistige Waffe im Kampfe um Dasein liefert.

Es ist eine bekannte Tatsache, dass die unterdrückte Klasse oft die unterdrückende Klasse nachahmt. Aber wann tritt diese Nachahmung ein? Wenn die unterdrückte Klasse noch nicht revoltiert oder schon nicht mehr revoltiert. Diese Nachahmung ist bezeichnend für den Mangel an revolutionärem Gefühl auf seiten der unterdrückten Klasse. Und dies ist das bloße Gedanke, die bloße Hoffnung der Bourgeoisie, die diese Nachahmung möglichst lange bewähren will. Deswegen ist deren ad nauseam Bestehen auf "unpolitische" Videospiele. Hier liegt die soziale Wurzel deren Feindlichkeit gegenüber den klassenbewußten und umstürzlerischen Spiele wie Tonight We Riot.

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A short yet a wonderful video game that's apparently made with love besides revolutionary zeal. But I also would like to say a few things on its negative reception by the reactionary circles, which can be read on the discussion forums.

The antipathy of the reactionary bourgeoisie against the games like Tonight We Riot and its fondness for the so-called "unpolitical" video games are nothing surprising. But first of all we must not forget that when the bourgeoisie speaks about "unpolitical" games, movies etc. they mean games, in which the status quo is not questioned. For them video games are "unpolitical" so long as those video games move within the coarsened and cheapened cultural parameters of neoliberalism. For the bourgeoisie it doesn't matter even if such video games themselves are in fact highly political. So hypocritical is our neoliberal.

Anyway, the bourgeoisie hopes to find the 'opium' also in video games, by which he wishes to numb the proletariat (but especially its young and class-unconscious members), who would otherwise might become more 'desirous' and ungovernable. Video games that neither question the status quo nor the capitalist society has come into vogue precisely because they supply cultural ammunition to the bourgeoisie in its fight against the proletariat.

It's well known that the oppressed class often imitates the oppressing class. But when does this imitation take place? When the oppressed class has not yet revolted or no longer revolts. This imitation is significant for the lack of revolutionary zeal on the part of the oppressed class. And this is the very idea, the very hope of the bourgeoisie, who means to make this state of conditions enduring as long as possible. That is why their nauseating insistence upon 'unpolitical' video games. Here lies the social roots of their hostility against class-conscious and revolutionary games like Tonight We Riot.