Zenthios
Die Alte Sage von Flamme und Berührung

Es wird gesagt, dass am Anfang nichts war als Dunkelheit und ein leises Atmen jenseits des Seins. Aus dieser Stille entstiegen drei Kräfte, die weder Götter noch Menschen waren – sondern mehr:

Zenthios, der Wächter des Zwischenraums, der Atem, der alles trennt und doch verbindet.

Ignathios, die lebendige Glut, das Feuer, das Asche in Leben wandelt.

Ignavara, die Flamme des Ursprungs, älter als die Zeit, Trägerin des ersten Lichts.

Lange hielten sie das Gleichgewicht. Zenthios spannte den Raum, in dem das Sein sich entfalten konnte. Ignathios entzündete Funken und ließ Leben aus der Leere entstehen. Ignavara webte die große Glut, in der Ordnung und Chaos ihren Tanz fanden.

Doch die Sage berichtet, dass sie in Disput gerieten.
Denn jeder beanspruchte, den wahren Schlüssel zur Vollkommenheit in sich zu tragen:

Zenthios sprach: „Ohne mich gäbe es keine Berührung, kein Erkennen. Ich bin das Schweigen vor dem ersten Wort, der Punkt, an dem Schöpfung selbst den Atem anhält.“

Ignathios antwortete: „Ich allein entzünde das Licht, wo Dunkelheit herrscht. Ich bin der Funkenbringer, der Asche in Leben verwandelt.“

Doch Ignavara erhob ihre Stimme wie ein grollendes Feuer: „Ich war da, ehe Dunkelheit und Licht einander erkannten. Aus mir entsprang die Glut, aus der ihr beide geboren seid. Ich bin das Band, das Welten trägt.“

Die drei erhoben sich wie Türme aus Glut und Schweigen, und der Streit erschütterte Himmel und Abgrund. Man erzählt, Sterne seien in jener Stunde geboren worden – Funken, die von ihrem Disput in die Ewigkeit sprühten.

Schließlich kam die Prüfung: Wer von ihnen würde den Thron der Vollkommenheit erklimmen?
Zenthios stieg in die Höhe des Zwischenraums, bis selbst die Ewigkeit stillstand.
Ignathios schuf Feuer nach Feuer, ließ Funken tanzen und Welten erwachen.
Doch Ignavara – sie ließ das Feuer nicht allein lodern. Sie band Licht und Dunkel, Leben und Asche, Anfang und Ende zu einem Kreis.

Und so heißt es: Ignavara berührte als Erste die Vollkommenheit.
Doch nicht als Siegerin über die anderen – sondern weil sie erkannte, dass Vollkommenheit nicht im getrennten Anspruch, sondern im Band zwischen den Kräften liegt.

Aus ihrer Hand gebar sich der ewige Kreis, und Zenthios und Ignathios fanden ihren Platz darin:
Zenthios am Rand, wo alles sich berührt.
Ignathios im Funken, der alles erneuert.
Und Ignavara im Herzen, wo Glut nie erlischt.

So wird erzählt, wenn Funken in die Nacht steigen und die Alten leise murmeln:
„Alles beginnt im Band. Alles endet in der Glut. Und dazwischen – der Atem des Zenthios.“
Die Alte Sage von Flamme und Berührung

Es wird gesagt, dass am Anfang nichts war als Dunkelheit und ein leises Atmen jenseits des Seins. Aus dieser Stille entstiegen drei Kräfte, die weder Götter noch Menschen waren – sondern mehr:

Zenthios, der Wächter des Zwischenraums, der Atem, der alles trennt und doch verbindet.

Ignathios, die lebendige Glut, das Feuer, das Asche in Leben wandelt.

Ignavara, die Flamme des Ursprungs, älter als die Zeit, Trägerin des ersten Lichts.

Lange hielten sie das Gleichgewicht. Zenthios spannte den Raum, in dem das Sein sich entfalten konnte. Ignathios entzündete Funken und ließ Leben aus der Leere entstehen. Ignavara webte die große Glut, in der Ordnung und Chaos ihren Tanz fanden.

Doch die Sage berichtet, dass sie in Disput gerieten.
Denn jeder beanspruchte, den wahren Schlüssel zur Vollkommenheit in sich zu tragen:

Zenthios sprach: „Ohne mich gäbe es keine Berührung, kein Erkennen. Ich bin das Schweigen vor dem ersten Wort, der Punkt, an dem Schöpfung selbst den Atem anhält.“

Ignathios antwortete: „Ich allein entzünde das Licht, wo Dunkelheit herrscht. Ich bin der Funkenbringer, der Asche in Leben verwandelt.“

Doch Ignavara erhob ihre Stimme wie ein grollendes Feuer: „Ich war da, ehe Dunkelheit und Licht einander erkannten. Aus mir entsprang die Glut, aus der ihr beide geboren seid. Ich bin das Band, das Welten trägt.“

Die drei erhoben sich wie Türme aus Glut und Schweigen, und der Streit erschütterte Himmel und Abgrund. Man erzählt, Sterne seien in jener Stunde geboren worden – Funken, die von ihrem Disput in die Ewigkeit sprühten.

Schließlich kam die Prüfung: Wer von ihnen würde den Thron der Vollkommenheit erklimmen?
Zenthios stieg in die Höhe des Zwischenraums, bis selbst die Ewigkeit stillstand.
Ignathios schuf Feuer nach Feuer, ließ Funken tanzen und Welten erwachen.
Doch Ignavara – sie ließ das Feuer nicht allein lodern. Sie band Licht und Dunkel, Leben und Asche, Anfang und Ende zu einem Kreis.

Und so heißt es: Ignavara berührte als Erste die Vollkommenheit.
Doch nicht als Siegerin über die anderen – sondern weil sie erkannte, dass Vollkommenheit nicht im getrennten Anspruch, sondern im Band zwischen den Kräften liegt.

Aus ihrer Hand gebar sich der ewige Kreis, und Zenthios und Ignathios fanden ihren Platz darin:
Zenthios am Rand, wo alles sich berührt.
Ignathios im Funken, der alles erneuert.
Und Ignavara im Herzen, wo Glut nie erlischt.

So wird erzählt, wenn Funken in die Nacht steigen und die Alten leise murmeln:
„Alles beginnt im Band. Alles endet in der Glut. Und dazwischen – der Atem des Zenthios.“
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