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schien das gewaltigste, aber freilich auch schwerste Angriffsverfahren,
das die feindliche Hochburg zertrümmern mußte.
War es erfolgreich, dann war auch die unselige Kirchenspaltung
in Deutschland überwunden, und die innere Kraft
des Reiches und der deutschen Nation konnte durch einen
solchen Sieg nur auf das ungeheuerlichste gewinnen.
Allein weder die Voraussetzung noch die Schlußfolgerung
dieses Kampfes war richtig.
halb zu tun. Er nahm den Kampf gegen die Kirche auf in
der Überzeugung, nur durch ihn allein das deutsche Volk
Hintergrund. Maßgebend für die Einstellung der alldeutschen
Bewegung zur katholischen Kirche war viel weniger
die Haltung derselben etwa zur Wissenschaft usw. als vielmehr
ihre ungenügende Vertretung deutscher Rechte und
umgekehrt dauernde Förderung besonders slawischer Anmaßung
und Begehrlichkeit.
Volke zu fühlen, sondern sich in ungerechter Weise auf die
Seite der Feinde desselben zu stellen. Die Wurzel des ganzen
Übels aber lag, vor allem nach der Meinung Schönerers,
in der nicht in Deutschland befindlichen Leitung der katholischen
Kirche sowie der dadurch schon allein bedingten
Feindseligkeit den Belangen unseres Volkstums gegenüber.
Die sogenannten kulturellen Probleme traten dabei, wie
die Verhältnisse im großen nicht viel anders.
Auch hier erfuhren die antideutschen Versuche der Habsburger,
durch den höheren Klerus vor allem, nicht die gebotene
Abwehr, während die Vertretung der deutschen Interessen
selber vollständig in den Hintergrund trat.
Der allgemeine Eindruck konnte nicht anders sein, als
daß hier eine grobe Verletzung deutscher Rechte durch die
katholische Geistlichkeit als solche vorläge
gegenüber leider fast vollständig. Nicht nur, daß sie selber
zu einem ähnlichen Kampfe im deutschen Sinne gänzlich
unbrauchbar war, vermochte sie auch den Angriffen der anderen
nicht mit dem nötigen Widerstande zu begegnen. So
wurde das Deutschtum, über den Umweg konfessionellen
Mißbrauchs auf der einen Seite und durch ungenügende
Abwehr auf der anderen, langsam aber unaufhörlich zurückgedrängt.
wurden
In rein deutschen Gemeinden wurden tschechische Pfarrer
eingesetzt, die langsam aber sicher die Interessen des tschechischen
Volkes über die Interessen der Kirchen zu stellen be-
hatte, Österreich zu einem slawischen Staate umzugestalten,
griff man zu jedem Mittel, das in dieser Richtung als
irgendwie geeignet erschien. Auch religiöse Institutionen
wurden von diesem gewissenlosesten Herrscherhaus skrupellos
in den Dienst der neuen „Staatsidee“ gestellt.
der katholischen Kirche ausfocht, ist nur erklärlich aus dem
ungenügenden Verständnis, das man der seelischen Veranlagung
des Volkes entgegenzubringen vermochte.
Die Ursachen des heftigen Angriffs der neuen Partei
der Nichterkenntnis des Wertes der Masse, die, durch überlegene
Geister erst einmal in einer bestimmten Richtung
in Bewegung gesetzt, dann aber auch, einem Schwungrade
ähnlich, der Stärke des Angriffs Wucht und gleichmäßige
Beharrlichkeit gibt.
Hätte man die unerhörte Macht erkannt, die der Masse
als Trägerin revolutionären Widerstandes zu allen Zeiten
zukommt, so würde man in sozialer wie in propagandistischer
Richtung anders gearbeitet haben. Dann wäre auch
nicht das Hauptgewicht der Bewegung in das Parlament
verlegt worden, sondern auf Werkstatt und Straße
des Volkes; daraus ergab sich das geringe Interesse an der
sozialen Frage, das mangelhafte und ungenügende Werben
um die Seele der unteren Schichten der Nation sowie
auch die dies nur begünstigende Einstellung zum Parlament.